Anders kann ich die Atmosphäre, die sich mir und meinem Sohn am 9.12. bot, nicht bezeichnen.
"Mal was Neues ausprobieren" war mein Motto.
So nahm ich eine Einladung des Künstlervereins von Chemnitz an und baute meinen Stand auf dem interkulturellen Kunsthandwerkermarkt im Kulturkaufhaus Tietz in Chemnitz auf.
Das Fahren war an diesem Wochenende auch kein Zuckerschlecken und für mich waren es insgesamt um die 450km.
Nicht nur, dass kaum jemand von dem Markt wusste und deshalb nur ab und zu etwas Publikum vorbeitröpfelte, wurden wir auch noch mit fragwürdigen künstlerischen Beiträgen gequält.
Ein Künstler namens Staubfänger sang von Soldaten, Beerdigung und, dass wir alle durch Staub gehen. Seine depressiven Klänge ließen fluchtartig die letzten paar Besucher auch noch das ansonsten schöne "Kaufhaus" verlassen. Vor uns waren hochmoderne Türen, die sich von selbst öffneten und jedesmal meinen Stand fast wegfliegen ließen.
Seltsam auch auf der Rückfahrt fuhren wir durch ein Chemnitz ohne jegliche Weihnachtsbeleuchtung, einfach schauderhaft.
Mit meinen bunten Filzsachen hab ich glaub ich auch einige Besucher eher schockiert als inspiriert.
Nie wieder!
Hinter uns war der "steinerne Wald" aufgebaut. 260 000 Jahre alte Baumstämme aus einem Vulkanausbruch. Dieser war dann auch stündlich simuliert aus dem Nauturkundemuseum im Stockwerk darüber zu hören. Und dazu dann noch "Last Christmas" vom Mischpult....
Ohne meinen Sohn, mit dem ich mich gut unterhalten habe und über das Ganze herzhaft lachen konnte, wäre ich vermutlich verzweifelt.